top of page
asphlair.jpg

Fundlage:

Gelbe Farbe. Ein Riss in einer Treppenstufe. Ein Schatten.

 

Erster Eindruck:

Kein Motiv im engeren Sinn.

Keine erkennbare Figur.

Keine akute Notwendigkeit, stehenzubleiben.

 

Abweichung vom Erwartbaren:

Nach kurzer Betrachtung entstand der Eindruck, dass die vorhandenen Elemente dabei waren, sich auf eine Weise zu organisieren, die nicht länger vollständig ignoriert werden konnte.

 

Maßnahme:

Zeichnerische Ergänzung der bereits angelegten Form.

 

Ergebnis:

Eine kleine sitzende Kreatur.

Titel: Asphlair.

Serie: Living Streets Berlin.

 

Mich interessiert an solchen Situationen weniger das Zufällige als der Moment, in dem etwas Unscheinbares beginnt, strukturell ernst genommen werden zu wollen. Wenn verstreute Hinweise Richtung entwickeln. Wenn aus Resten eine Form wird, die plötzlich mehr Präzision besitzt als ihre Bestandteile zunächst vermuten ließen.

 

Und genau drin liegt auch der Kern meiner Arbeit: Konstellationen lesen, bevor sie vollständig benannt sind. Unschärfen und Brüche nicht als Störung behandeln, sondern als Hinweise. Und aus losen Elementen etwas entwickeln, das Form, Zusammenhang und Richtung bekommt.

 

Das zeigt sich in künstlerischen und kuratorischen Projekten ebenso wie in konzeptioneller und strategischer Arbeit — und inzwischen auch in Prozessen, Systemen und finanziellen Zusammenhängen.

 

Status:

Weiterhin relevant.

Yellow paint. Two cracks in a step. A shadow. 

And me,

Out of yellow paint, cracks in a step and shadow emerged a small seated creature. 

This is how I met Asphlair, a small seated creature emerged on Berlins pavement. 

Out of yellow paint, cracks and shadow emerged a small seated creature on Berlin pavement. Not invented, more taken seriously. I traced what was already there.

 

Yellow paint. Two cracks in a step. A shadow. 

Not a motif in the classical sense. More like three casual indications that Berlin pavement sometimes has ideas of its own.

 

At first, it was just one of those moments when things started behaving a little too coherently to ignore. Not yet a figure. But clearly no longer just background.

 

So I traced what was already there. Not invented, more acknowledged. Out of yellow paint, cracks and shadow emerged a small seated creature.

On a Berlin pavement. One yellow fluff, two cracks in the asphalt, a shadow. Looked suspiciously like a small reconciliation exercise. Individually, they had nothing to do with each other. A few lines later, they did. Apparently, I’m drawn to moments when unrelated elements start behaving as if they belong together. I’ve realised the same instinct shows up elsewhere too. In conceptual work. In strategy. And lately, in the quiet logic of financial systems. Different material. Same quiet satisfaction when scattered pieces finally reconcile. It turns out this instinct is surprisingly useful in places like accounting, ERP systems and SAP. So if you work somewhere where reconciliation, structure and systems matter, feel free to say hello. — Asphlair from my Living Streets Berlin series — Ordinary Ground Becomes Playground #SystemsThinking #ArtMeetsSystems #SAP #ERP #FinancialSystems ​ ​ ​ ​ Gelbe Farbe. Zwei Risse in einer Treppenstufe. Ein Schatten. Kein Motiv im klassischen Sinn. Eher drei beiläufige Hinweise darauf, dass der Berliner Boden manchmal mehr Fantasie hat, als ihm offiziell zusteht. Zuerst war da nur dieser kurze Moment, in dem die Sache anfing, sich verdächtig stimmig zu verhalten. Noch nicht genug, um schon von einer Figur zu sprechen. Aber offenbar genug, damit ich nicht einfach weitergehen konnte. Ich habe nachgezeichnet, was dort bereits angelegt war. Nicht erfunden, eher ernst genommen. Aus gelber Farbe, Rissen und Schatten wurde eine kleine sitzende Kreatur.

bottom of page