logo_short_lachs-Rand.PNG

Ausstellungskuration

Ausgewählte Ausstellungsprojekte

FACE IT! Wer willst Du sein?

Mit "Face it! Wer willst du sein?" kuratierte ich 2019 eine Ausstellung im Ludwig Museum Koblenz rund um den Film „Le visage que tu mérites/ Das Gesicht, das Du verdienst" (2018) des international erfolgreichen Regisseurs Cyril Schäublin. Der Film dreht sich thematisch um das menschliche Gesicht. Wie ein Spiegel reflektiert es die eigenen Lebensweisen, dient als Maske für gesellschaftliche Konventionen und als Symbol für die Eigenverantwortlichkeit, die jeder Mensch für sich und das eigene Leben trägt. In seinem unverkennbaren Stil, der sich durch eine ,unnahbare Unmittelbarkeit’ der Szenerie und durch präzise Kameraeinstellungen auszeichnet, erzeugt Cyril Schäublin innerhalb der vierminütigen Dauer der filmischen Arbeit "Le visage que tu mértites" vielschichtige Aspekte, die in Werken der Sammlung des Ludwig Museum Koblenz, wie u.a. Andy Warhol, Jean Dubuffet und Pablo Picasso, Entsprechungen finden. 

"Das Gefühl in meinem Innern"

Vier Glocken füllen den Ausstellungsraum des Ludwig Museum Koblenz; in regelmäßigen Abständen ertönt ein warmer Klang. In den Glocken spiegeln sich silberne Wandskulpturen, die wie Scherenschnitte anmuten. An der Wand ein Zitat von Novalis:

"Der Sitz der Seele ist da, wo sich Innenwelt und Außenwelt berühren. 

Wo sie sich durchdringen, ist er in jedem Punkte der Durchdringung. 

Wir müssen suchen, eine innere Welt zu schaffen. 

Nach innen geht der geheimnisvolle Weg."

Die Installation der koreanische Künstlerin SEO (*1977) "Das Gefühl in meinem Innern" bildet den Mittelpunkt der Ausstellung im Ludwig Museum Koblenz, die ich 2015 im Rahmen meines Volontariats dort kuratierte.

"Innehalten"

Parallel zur Ausstellung "Das Gefühl in meinem Innern" der koreanischen Künstlerin SEO, die 2015 im Ludwig Museum Koblenz zu sehen war (siehe oben), intervenierte ich mit Werken einer ebenfalls koranischen Künstlerin - Kejoo Park - in der Sammlung des Museums und setzte ihre Werke mit den Werken der Sammlung in Bezug; ihre Arbeit mit dem Titel "Fall" hing unweit des Gemäldes Peinture, 14. April (1953) von Pierre Soulage, und die neuesten Arbeiten ihrer Serie "Windows and Mirrows" interagieren mit dem Plexiglasraumobjekt "Cadre decadré" (2006) von Daniel Buren.

 

Seit ihren frühen künstlerischen Anfängen malt Kejoo Park im Stil der informellen Malerei und bringt innere Empfindungen zum Ausdruck, ohne eine Komposition im Bild anzustreben. In ihrer seit 2013 entstehenden Serie "Innehalten" entwickelt sie die Thematik des inneren Ausdrucks weiter, behandelt das „Ich“ in seinem Kontext. Hierbei bilden Natur und Großstadt wichtige Bezugspunkte für die koreanische Künstlerin, Architektin und Landschaftsarchitektin.